Ich möchte euch heute ein weiteres Objektiv NIKKOR 50 mm AF-S f1:1,4G vorstellen welches ich seit Anfang 2015 nutze. Profis wissen diese Lichtstarke Festbrennweite zu schätzen, für Anfänger in dem Bereich soll es ein kleiner Wegweiser sein, ob sich auch dieses Objektiv für Dich lohnt.

Zuerst einmal die puren technischen Fakten.

* eine Blende von f 1.4
* 50 mm bei Vollformat – Vergleichbar etwa zu 35 mm bei Cropkameras (Nikon D90, D300, usw.)
* 75 mm auf Cropkameras – Verglichen mit Vollformat
* Optischer Aufbau : 8 Linsen in 7 Gruppen
* Silent-Wave-Motor (SWM) für einen leisen Autofokus
* 45 cm Naheinstellgrenze
* 58mm Filtergewinde
* Gewicht 280g

Zahlen Daten Fakten, aber was nützt es in der Praxis? Dieses Objektiv ist ein recht kreatives Objektiv durch die hohe Lichtstärke und die hohe dadurch entstehende Tiefenschärfe. Eine Festbrennweite ist immer eine Einschränkung gegenüber Zoomobjektiven, jedoch ist die Abbildung von 50mm auf einer Vollformatkamera sehr natürlich. An einer Crop bietet es ein wenig mehr Zoom, was für Portraits sehr gut ist. Ich habe es gern genutzt für Events, wo es nicht schnell zur Sache ging. Bei sportlichen Events ist der Autofokus nicht so schnell wie ich es mir wünschen würde. Das Objektiv gibt natürlich sehr viel Spielraum mit der Blende 1,4 – jedoch nutze ich gern Blende 1,8-2,0 um die Bilder schärfer zu bekommen. Man sollte darauf achten, wenn man Portraits fotografiert, die Blende anzupassen, da es schnell passiert, dass die Nase scharf ist und die Augen unscharf. Ich mag das Objektiv aufgrund des Gewichts. Es ist dadurch gut geeignet wenn man mal unterwegs oder bei Freunden ein paar schöne Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen machen möchte, ohne einen Blitz zu nutzen. Auf der Vollformatkamera hat es auch einen schönen Abbildungsmaßstab, auf Cropkameras ist es gut für Portraits geeignet. Es wird derzeit noch neu für 449 € gehandelt, gebraucht ist man bei einem Preis zwischen 250€ – 300€.

Ein weiterer Aspekt den ich ausprobiert habe, ist das Filmen mit dem Objektiv. Selbst bin ich kein großer Fan eine Spiegelreflexkamera für das Filmen zu „missbrauchen“ – jedoch ergeben sich durch die Schärfentiefe neue Aspekte und die Aufnahmen sahen sehr professionell aus. Den Autofokus habe ich auf Manuell belassen um ein ständiges Nachjustieren zu vermeiden. Der Effekt sah sehr professionell durch die Schärfentiefe aus, jedoch muss man mit der Blende vorsichtig umgehen, da geringe Veränderungen in der Entfernung die Person oder den Gegenstand unscharf erscheinen lassen.

Gut zu gebrauchen für :

+ Club- und Eventaufnahmen (Nahbereich oder Übersichtsbilder)
+ Bühnenaufnahmen (wenn man nicht zu weit entfernt ist)
+ Hochzeiten (für schöne Schärfentiefeeffekte)
+ Porträtaufnahmen (Besser auf Crop statt Vollformat)

Weniger nützlich bei :

– Sportaufnahmen (Auf Grund der Geschwindigkeit und der teils höheren Entfernung)
– Studioaufnahmen (Auf Grund geringer Flexibilität)
– Presse (Auf Grund geringer Flexibilität)

Positiv an dem Objektiv :

+ qualitativ hochwertige Verarbeitung
+ Zuverlässig auch bei Kälte und Nässe
+ extrem scharfe und naturgetreue Bildqualität
+ sehr geringes Gewicht
+ gutes Preis/Leistungsverhältnis

Ich finde, dass dieses Objektiv sehr nützlich ist für Lichtschwache Situationen. Empfehlenswert ist jedoch eine Vollformatkamera um eine gute Kombination zu erzielen. (Nikon D600, D610, D700, D750, D800 usw.)


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  9. Februar 2017
  Kategorie: Blog

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