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06.04.2018 / Die sichtbaren und die unsichtbaren Kosten eines Fotografen

Samstag, April 7th, 2018

Geiz ist Geil?

Geiz ist geil, so wird es von der Werbung gern kommuniziert. Der Slogan ist schon längst von den Fernsehbildschirmen verschwunden, jedoch ist er immer noch in den Köpfen der Menschen hängen geblieben. Überall gibt es Rabatte, Neukundenangebote und andere Lockangebote. Wem ist es denn dann zu verübeln über Preise zu verhandeln oder zu diskutieren. Nur niemand sieht auf Anhieb die echten Kosten eines Fotografen.

Verzichtest Du auf Dein Gehalt?

Aber mal ehrlich, würdest Du dich als Angestellter darauf Einlassen mit Deinem Chef über Einkürzungen von Deinem Lohn bei selber Leistung zu verhandeln? Machst du Deinen Job schlechter als sonst? Du machst ihn tagtäglich, ist das ein Grund Deinen Lohn zu senken? Weshalb denkst Du ist es dann okay mit mir über den Preis den ich festgelegt habe zu verhandeln?

Du gehst auf Arbeit, aber warum? Du möchtest Dir Wünsche erfüllen, ein Auto, eine Wohnung oder andere Dinge leisten. Mir geht es genau so. Ich möchte mir Wünsche erfüllen, meine Kamera stets auf dem technisch höchstem Stand halten, ein Auto welches mich zuverlässig zu meinen Aufträgen bringt. Schränkst du mein Gehalt ein, schränkst du meine zukünftige Arbeit, meine Qualität und Leistung ein.

Die Spitze des Eisbergs

Du bezahlst mich nicht nur für die 3 (oder mehr) Stunden vor Ort, du bezahlst damit meine Anfahrtszeit (Welche nicht unerheblich ist), die Zeit der Bildbearbeitung (manchmal im Nachgang bis zu 3 Stunden oder mehr), die Serverkosten (Ja, eine Internetseite ohne Werbung kostet Geld – und ich möchte auch Leuten die Bilder zugänglich machen, die nicht bei Facebook sind), die Kamerakosten (Eine gute Profikamera kostet mindestens 2000€ als Anschaffung und einige weitere Euro an Wartung – wie Dein Auto!), mein Fahrzeug (Anschaffung, Unterhaltung, Versicherung, Diesel – kennst du sicherlich), meine Software (Gute Bildbearbeitungssoftware kostet Geld – ich nutze keine kostenlose oder Illegale Software), die Hardware um deine Bilder zu speichern (Meistens auf externen Festplatten. Pro Jahr brauche ich etwa 1 oder 2 Festplatten mit je 2 TB um Dir auch nach Jahren noch Kopien zu ermöglichen), meine Wohnung (Auch wenn man denken könnte, ich wohne in meinem Auto – ich habe auch eine Wohnung 😉 ) und zu guter letzt unterstützt Du damit den Staat mit der Umsatzsteuer welche mir nicht zu Gute kommt.

Die Moral von der Geschichte?

Öffne Deine Augen und schau über den Tellerrand und überlege wenn du meine Dienste in Anspruch nimmst, dass der Preis nicht dazu da ist, um reich zu werden. Ich möchte meine Ausgaben decken und einen fairen Gewinn erzielen um meine Fotografie in Zukunft weiterhin auf einem stets steigendem Niveau anzubieten. Das gleiche gilt auch für andere Dienstleistungen von z.B. Musikern, Maurern, Klempnern oder Dachdeckern. Gute Dinge haben ihren Preis.


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